
Schnittstelle
Ticketcorner
Verkaufsexporte aus Ticketcorner werden zu Kontakten und Buchungen in Caymland M4 – mit Anlass, Datum, Preiskategorie und Platz. Aus Zahlen im Bericht werden Menschen, die Sie ansprechen können.
- Bereich
- Ticketing-Datenquelle für Veranstalter
- Richtung
- Ticketcorner nach Caymland M4
- Frequenz
- Nach Zeitplan, üblicherweise nachts
- Anbieter
- ticketcorner.ch
Ihr Saal war voll. Ihr Verteiler nicht.
Aus Ticketzeilen werden Menschen.
Jede verkaufte Karte wird zum Kontakt mit Anlass, Datum und Platz, nicht zu einer Zahl im Bericht.
Grosse Dateien, unterbrechungsfest.
Bricht ein Lauf ab, setzt der nächste exakt an der letzten Zeile fort. Nichts doppelt, nichts verloren.
Sammeladressen sind keine Identität.
Die geteilten Platzhalteradressen der Kasse werden erkannt und nie zum Abgleich verwendet.
Tausend Karten verkauft. Und niemanden kennengelernt.
Ein Veranstalter füllt den Saal. Der Verkauf lief über Ticketcorner, die Auswertung liegt am Montag im Postfach, und darin steht, wie viele Karten in welcher Preiskategorie weggegangen sind.
Was nicht darin steht: wer diese Menschen sind. Wer zum vierten Mal da war. Wer zum ersten Mal. Wer nächste Woche wiederkäme, wenn ihn jemand darauf hinweisen würde.
Die Ticketcorner-Schnittstelle zu Caymland M4 macht aus diesen Auswertungen ein Publikum. Jede verkaufte Karte wird zu einem Kontakt und einer Buchung – mit Anlass, Datum, Preiskategorie, Platz und Verkaufskanal. Ab da lässt sich damit arbeiten.
Was die Schnittstelle bringt
- Aus Zeilen werden Menschen. Jede Position im Export wird einem Kontakt zugeordnet, nicht nur gezählt.
- Die Besuchsgeschichte entsteht von selbst. Wer welchen Anlass besucht hat, wie oft und in welcher Kategorie, steht nach dem ersten Import da.
- Segmente statt Sortierarbeit. «War in dieser Produktion», «bucht immer die teuerste Kategorie», «zwei Spielzeiten nicht mehr da» – das sind Bedingungen, keine Excel-Nachmittage.
- Buchungen lösen Strecken aus. Eine neue Buchung kann eine Kampagne starten, Punkte vergeben oder eine Phase verschieben.
- Auswertung im eigenen Haus. Ticketverkäufe stehen als eigene Berichtsquelle bereit, eine Zeile je Position, mit dem Kontakt verbunden.
Was ankommt
| Bereich | Inhalt |
|---|---|
| Anlass | Bezeichnung, Datum, Spielstätte |
| Karte | Preiskategorie, Betrag, Anzahl, Platz mit Reihe und Sektor |
| Bestellung | Nummer, Status, Zeitpunkt, Zahlungsart, Verkaufskanal |
| Person | Name, Adresse, Kundennummer aus dem Ticketing |
| Stornierung | Zeitpunkt und Grund, sofern im Export enthalten |
Welche dieser Angaben tatsächlich eintreffen, hängt vom Umfang ab, den Sie mit Ticketcorner vereinbart haben. Was im Export steht, kommt an. Was nicht drinsteht, kann keine Schnittstelle erfinden.
Wie der Import läuft
Richtung: von Ticketcorner nach Caymland M4. Es wird nichts zurückgeschrieben. Ihr Verkauf bleibt unberührt.
Bezug der Dateien: entweder aus einem Verzeichnis auf Ihrem System oder direkt von einem SFTP-Ablageort. Beides ist eine Einstellung, kein anderer Ablauf.
Zeitpunkt: nach Zeitplan, üblicherweise nachts. Die Daten sind so aktuell wie der letzte Export – das ist der ehrliche Rahmen einer Dateischnittstelle. Für eine Reaktion binnen Minuten ist sie nicht gebaut, für alles andere reicht sie.
Unterbrechungsfest. Verkaufsexporte sind gross. Bricht ein Lauf ab, merkt sich die Schnittstelle die zuletzt verarbeitete Zeile und setzt beim nächsten Mal genau dort fort. Keine doppelten Buchungen, keine übersprungenen.
Verarbeitetes wandert ins Archiv. Fertige Dateien werden in einen Archivordner verschoben. Ist der Ablageort schreibgeschützt – bei Ticketing-Ablagen der Normalfall –, führt die Schnittstelle stattdessen ein Protokoll über Name, Grösse und Zeitstempel. Dieselbe Datei wird kein zweites Mal eingelesen.
Verschiedene Exportformate. Ob mit Semikolon oder mit Komma getrennt, mit vorangestellten Hinweiszeilen oder ohne: das Format wird erkannt. Platzhalter wie «---» oder «keine Daten verfügbar» landen als leeres Feld und nicht als Text im Kontakt.
Wie Kontakte erkannt werden
Hier entscheidet sich, ob aus dem Import ein sauberer Bestand wird oder ein Trümmerfeld.
Sammeladressen der Kasse sind keine Identität. Am Schalter wird für Kundschaft ohne eigene E-Mail-Adresse eine Platzhalteradresse eingetragen, für alle dieselbe. Würde darauf abgeglichen, verschmölzen hunderte einander fremde Käufer zu einem einzigen Kontakt. Diese Adressen werden erkannt und nie als Erkennungsmerkmal verwendet. Sammeladressen Ihres eigenen Hauses können Sie ergänzen.
Ein zweiter Lauf erzeugt keine Zwillinge. Eine Zeile, die schon eingelesen wurde, wird an ihrer Bestell- und Positionskennung wiedererkannt und dem bestehenden Kontakt zugeordnet – auch dann, wenn sie gar keine Adresse enthält.
Gepflegte Daten haben Vorrang. Kassendaten sind unruhiger als gepflegte Stammdaten. Auf Wunsch füllt der Import nur Lücken und überschreibt nie einen gepflegten Wert. Was die Schnittstelle selbst führt – die Kundennummer aus dem Ticketing und die Firma aus dem Verkauf – wird immer aktualisiert.
Keine leeren Hüllen. Passt eine Zeile zu keinem Feld, etwa weil ein fremdes Layout im Ordner lag, entsteht daraus kein Kontakt ohne Inhalt.
Die Spaltenzuordnung ist Einstellung, nicht Programmierung. Weicht Ihr Export vom Üblichen ab, wird die Zuordnung angepasst. Das ist ein Termin, keine Entwicklung.
Voraussetzungen
Auf Seite Ticketcorner:
- Ein vereinbarter Verkaufsexport mit den Feldern, die Sie brauchen
- Ein Ablageort, auf den beide Seiten zugreifen: ein Verzeichnis oder ein SFTP-Zugang
- Geklärt, in welchem Takt geliefert wird
Auf Seite Caymland M4:
- Die Ticketcorner-Integration aktivieren und den Bezugsweg hinterlegen
- Die Spaltenzuordnung einmal festlegen
- Den Zeitplan setzen und entscheiden, ob gepflegte Felder geschützt bleiben
Die Einrichtung ist Sache eines Termins, nicht eines Projekts.
So sieht das im Alltag aus
Die Nachfassmail. Zwei Tage nach der Vorstellung geht eine Mail an alle, die tatsächlich da waren, mit dem Hinweis auf die nächste Produktion derselben Sparte. Nicht an den ganzen Verteiler.
Die Reaktivierung. Wer zwei Spielzeiten lang nichts gebucht hat, vorher aber regelmässig da war, bekommt ein eigenes Angebot. Das Segment pflegt sich selbst, weil jeder neue Import es nachführt.
Die Stammkundschaft. Wer über die Saison mehrfach bucht, sammelt Punkte und rutscht in die Phase, in der die Abo-Ansprache liegt – ohne dass jemand eine Liste führt.
Fragen & Antworten
Häufige Fragen zur Schnittstelle
Werden Daten zu Ticketcorner zurückgeschrieben?
Nein. Die Schnittstelle liest ausschliesslich. Ihr Verkauf und Ihre Bestände bei Ticketcorner bleiben unverändert.
Wie aktuell sind die Daten?
So aktuell wie der letzte Export. Das ist eine Dateischnittstelle nach Zeitplan, üblicherweise nachts, und keine Live-Verbindung im Sekundentakt.
Was passiert, wenn ein Import abbricht?
Der nächste Lauf setzt an der zuletzt verarbeiteten Zeile fort. Es entstehen weder doppelte noch fehlende Buchungen.
Kann dieselbe Datei versehentlich zweimal eingelesen werden?
Nein. Verarbeitete Dateien wandern ins Archiv. Ist die Ablage schreibgeschützt, führt die Schnittstelle ein Protokoll über Name, Grösse und Zeitstempel und erkennt die Datei daran wieder.
Wir verkaufen viel an der Kasse, oft ohne E-Mail-Adresse. Gibt das ein Durcheinander?
Nein. Die geteilten Platzhalteradressen der Kasse werden erkannt und nie zum Abgleich verwendet, damit nicht mehrere Käufer zu einem Kontakt verschmelzen. Sammeladressen Ihres eigenen Hauses lassen sich ergänzen.
Überschreibt der Import unsere gepflegten Adressen?
Nur wenn Sie das wollen. Im Regelfall füllt er ausschliesslich leere Felder. Immer aktualisiert werden die Angaben, die die Schnittstelle selbst führt, etwa die Kundennummer aus dem Ticketing.
Unser Export sieht anders aus als der Standard.
Das ist eingeplant. Welche Spalte wohin gehört, ist eine Zuordnung in den Einstellungen und kein Eingriff in die Programmierung.